Galerie Wedding

XO

Existing Otherwise | Anders existieren

Das Jahresprogramm XO der Galerie Wedding reagiert auf die aktuellen Krisensituationen, die sich durch die Covid 19 Pandemie verstärkt haben und lokal wie global sichtbar geworden sind. Existing Otherwise | Anders existieren, kurz XO, heißt im Kontext der Galerie Wedding darüber nachzudenken, wie die aktuelle Krise als Impuls verstanden werden kann, neue Formen der Kulturarbeit, der Vernetzung, der Ökologie und des zivilen wie politischen Engagements zu denken und die dafür relevanten Strukturen und Lebensformen in der Gesellschaft mitzugestalten.

Im Jahr 2021 setzt die kommunale Galerie mit dem Programm XO diese Position in Aktion und ästhetische Erfahrungen um. “Wie können wir anders wachsen? Wie können wir uns inspiriert und inspirierend an den ökologischen Wandel der Welt lokal anpassen? Wie können wir heute trotz weiter physischer Entfernungen voneinander lernen? Welche neuen Kompetenzen brauchen wir um nachhaltig weiterleben zu können?” Diese Fragen bearbeitet die Galerie Wedding in Berlin als Initiativträgerin unter der künstlerischen Leitung von Solvej Helweg Ovesen gemeinsam mit der Künstlerin Isabel Lewis, Gründerin vom Berliner Institute for Embodied Creative Practices, Wedding, Berlin und dem Künstler Ibrahim Mahama, Begründer des Savannah Centre for Contemporary Art (SCCA) in Tamale, Ghana. 

Der Programmabschnitt “For a New Politics of the Senses”, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, beginnt mit einem lokalen Schwerpunkt in Berlin, reicht bis ins Jahr 2022 hinein und findet auf Einladung Ibrahim Mahamas einen internationalen Abschluss im SCCA Tamale.

Eine Reihe von Ausstellungen mit partizipatorischen, interdisziplinären Rauminszenierungen und Choreografien, sowie die experimentellen Vorlesungen des von Mahama, Lewis und Ovesen kuratierten „Re-Schooling”-Programms wollen für einen neuen Umgang mit sich selbst und mit der Umwelt sensibilisieren. Dabei werden neue Formate des kollektiven Bewegens, erprobt. Das Programm untersucht eine neue Politik der Sinne und die Wege des ‘Anders Existierens’ in der heutigen post-pandemischen Zeit. „Die Galerie Wedding existiert anders, da sich die Bedingungen des Zusammenseins im öffentlichen und privaten Raum verändert haben”, erklärt die Künstlerische Leiterin Solvej Ovesen. 

Mit freundlicher Unterstützung von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Fonds für Ausstellungsvergütungen und Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien, sowie dem Bezirkskulturfonds, Berlin Mitte.


Ausblick 2021: Den Auftakt von Existing Otherwise | Anders existieren (XO) in der Galerie Wedding macht am 11. März 2021 die Künstlerin Emily Hunt mit einer ersten Ausstellung in Berlin. Weitere Interventionen u.a. mit Hannah Anbert, Gloria Höckner, und Eli Cortiñas sind geplant. Im August werden die Ergebnisse eines Open Call mit jungen Performance-Künstler*innen auf dem Rathausvorplatz neben der Galerie Wedding vorgestellt. Weitergeführt wird auch die Kollaboration mit der Kuratorin Övül Ö. Durmuşoğlu, die im September u.a. eine Gruppenausstellung mit Stipendiat*innen der Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin (UDK) präsentiert. Das Sozialamt, mit welchem dem die Galerie seit März 2020 den Ausstellungsraum teilt, wird auch in diesem Jahr in den Räumen bleiben, daher wird das Performance, Bildungs- und Kunst-Programm XO auch den Außenraum bespielen. Ab Vorsommer werden Performances und Aktivitäten auch außerhalb der Galerieräume auf dem Rathausvorplatz stattfinden. Die Künstlerin und Choreografin Isabel Lewis entwickelt in der Galerie Wedding eine mobile Raumgestaltung als Ort für Performance- und Ausstellungsformate, Gespräche und Gemeinschaft.

Die künstlerische Leitung und Ko-Kurator*innen werden sich im Frühling online vorstellen und zum Gespräch über das nationale und internationale, jahresübergreifende Programm einladen. Ausstellungsprogramm „Existing Otherwise | Anders Existieren“ (XO) Künstlerische Leitung Solvej Helweg Ovesen Ko-Hosting & Ko-Kuration Isabel Lewis, Övül Ö. Durmuşoğlu und Ibrahim Mahama Künstler*innen Emily Hunt, Hannah Anbert, Rachel Monosov, Luiza Prado, Gloria Höckner, Ingrid Ogenstedt, Eli Cortiñas, Stipendiat*innen der Graduiertenschule der Universität der Künste (Berlin), Dirk Bell, Wojtek Blecharz, Isabel Lewis. Existing Otherwise | Anders Existieren (XO) wird getragen von der Galerie Wedding mit Fokus auf lokalen Projekten im Wedding und XO Curatorial Projects, Berlin, zuständig für internationale Projekte und Kooperationen. “Existing Otherwise | Anders Existieren” wird realisiert in enger Partnerschaft mit The Institute for Creative Embodied Practices, Callie’s, Berlin, und Savannah Center for Contemporary Art (SCCA), Tamale, Ghana. Außerdem kooperiert die Galerie Wedding in 2021 auch mit der UDK – Universität der Künste Berlin und dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) Berlin.

Open Call

Piazza Paradiso: Rave New World

16.03.2021 bis 29.03.2021

Galeriebesuch | Gallery Visit

Emily Hunt. Job Center. Aufgeladene Orte. Psychic Places

Job Center. Aufgeladene Orte. Psychic Places

Emily Hunt

12.03.2021 bis 15.05.2021

Auftakt des neuen Programms 2021

Existing Otherwise | Anders Existieren - For a New Politics of the Senses

11.03.2021

Galerie Wedding